Entwicklungsvorhaben und Evaluation Sprechen und Zuhören

 

Themenschwerpunkt:

Umsetzung des Sprachbildungskonzepts „Sprechen und Zuhören“

 

Begründung für die Auswahl:

Die Konrad-Agahd-Grundschule ist eine Schule, in deren Einzugsgebiet hauptsächlich Familien mit Migrationshintergrund leben. Die meisten Schüler und Schülerinnen sprechen zu Hause in ihrer Herkunftssprache und erlernen die deutsche Sprache meistens erst in Institutionen wie Kindertagesstätten, weil sie ausschließlich zu Hause betreut werden. Daraus resultieren erhebliche Probleme im Erwerb der deutschen Sprache, die schon häufig ab der 1. Klasse zu einem Entwicklungsrückstand führen können. Unser langfristiges Ziel ist es, in kürzester Zeit diesen Entwicklungsrückstand zu diagnostizieren und zu beheben. Daher versteht es sich von selbst, dass das Thema „Sprechen und Zuhören“ die Grundlage für unsere tägliche Arbeit darstellt. Auf Grundlage des Inspektionsberichts (aus dem Jahr 2013) der Konrad-Agahd-Grundschule des Senats stellte sich ein Entwicklungsbedarf für Förderung von Selbstständigkeit und Problemorientierung im Unterricht dar. Des Weiteren müssen mehr Sprechanlässen und ein höherer Einsatz von kooperativen Sozialformen im Unterricht geschaffen werden. Die Lehrkräfte sollten ihre Unterrichtsmethoden zunehmend adäquater hinsichtlich der Sprachbildung abstimmen.

 

Vorgehensweise:

Im Dezember 2014 einigten sich alle Kollegen und Kolleginnen auf den Entwicklungsschwerpunkt „Sprechen und Zuhören“ sowie Aufgabenknacker. Drei Monate später im März 2015 nutzen wir den Studientag zum Erstellen des schulinternen Curriculums. In den verschiedenen Arbeitsgruppen Saph, Sachkunde, Nawi, Deutsch, Mathematik und Aufgabenknacker entstanden individuelle, fachspezifische Curricula. Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres wurden verschiedene Unterrichtseinheiten entwickelt, die sich aus dem erstellten schulinternen Curricula ergaben. Des Weiteren wurde der Aufgabenknacker entwickelt und vorgestellt.  Diese Unterrichtseinheiten wurden in allen Klassenstufen durchgeführt. Im Dezember 2015 machte sich das Kollegium Gedanken zu geeigneten Bewertungsbögen für die entwickelten Unterrichtseinheiten. Darüber hinaus wurden die Tests für die Aufgabenknacker vorgestellt. Kurz vorm Endspurt einigte sich das Kollegium auf verschiedene Evaluationsinstrumente, um das schulinterne Curriculum hinsichtlich des Sprachbildungskonzeptes in geeigneter Form zu überprüfen. Am Ende des Schuljahres 2015/16 kam es zur Auswertung der Evaluation und zur Verfassung des dargestellten Evaluationsberichtes.